Publikation von Martin Prinz über Waldviertler Auswanderer in englischer Sprache erschienen

Über 50 Millionen Menschen verließen im 19. Jahrhundert Europa, ein Großteil davon wanderte in die Vereinigten Staaten von Amerika aus. Darunter waren auch Dutzende Familien aus dem Gebiet zwischen Schrems und Waidhofen. Martin Prinz begab sich auf Spurensuche und konnte die Geschichte vom Umzug vom Pürbacher Bahnhof nach Pepin County in Wisconsin, USA, anschaulich darstellen. Obwohl das Waldviertlerische dort vor etwa 20 Jahren ausgestorben ist, so ist der Graumohn immer noch eine beliebte Zutat für allerlei Bäckereien.

Martin Prinz hat seinen in Heft 3/2024 erschienenen Beitrag nunmehr ergänzt und erweitert in englischer Sprache veröffentlicht: I have a half-hour to Friedrich Fidi: The Exodus from the Area Between Schrems and Waidhofen, 1870–90, to the Township of Lima, Pepin County, Wisconsin, USA

Inserat in der Zeitschrift „Das Waldviertel“

Die Zeitschrift „Das Waldviertel. Zeitschrift für Heimat- und Regionalkunde“ wird vom Verein Waldviertler Heimatbund mit Sitz in Horn herausgegeben. Sie erscheint viermal im Jahr in einer Auflage von 1.000 Stück.

Inserate sind auf der Umschlagrückseite möglich.

Anfragen richten Sie bitte an zeitschrift@daswaldviertel.at

Weitere Informationen finden Sie hier:

„Das Waldviertel“ in Amerika

Der Beitrag von Martin Prinz in der Zeitschrift „Das Waldviertel“ über die Waldviertler in Amerika fand in Amerika Interesse bei Richarda und Raphael Mayer-Zampieri. Nach Durchsicht des Artikels beschlossen sie, die Gegend zu erkunden und wurden von Matthew J. Sam (Mitte) durch den Ort Lima geführt, wo das Waldviertler noch tief verankert ist.

NEUERSCHEINUNG: Musikpflege im Waldviertel: Gmünd

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Die neueste Publikation von Peter Erhart widmet sich der Musikpflege in Gmünd.

Die Publikationsreihe „Musik im Waldviertel“ beleuchtet anhand der archivalischen Überlieferung das Musikleben in ausgewählten Städten des Waldviertels von den ersten spätmittelalterlichen Hinweisen bis in die jüngere Vergangenheit.

Der erste Band, 2014 erschienen, skizziert die Musikpflege in Waidhofen an der Thaya, die weiteren Bände widmen sich der Musikpflege in Eggenburg und Zwettl. Nunmehr wurde die Musikgeschichte in Gmünd auf über 800 Seiten aufgearbeitet!

Das Buch kostet 38 Euro und ist über den Shop zu bestellen.

Burgensymposium Kollmitz 2024 undPräsentation Jahrbuch für Hausforschung in Österreich 5 (2023) – Das Haus in der Burg

Am 21. September 2024 luden der Arbeitskreis für Hausforschung – Regionalgruppe Österreich, der Waldviertler Heimatbund (WHB) und der Verein zur Erhaltung der Ruine Kollmitz auf die Burgruine Kollmitz.

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Vereins zur Erhaltung der Ruine fand ein öffentliches Symposium statt. Die Vorträge spannten den Bogen von Burgenansichten, Herrschaftsgeschichte, Burgenarchäologie über Kunstgeschichte und bauhistorische Analysen. Abgerundet wurde der Tag mit einer öffentlichen Führung zur Baugeschichte und der Präsentation des Jahrbuchs für Hausforschung in Österreich 5 (2023) – Das Haus in der Burg. Beendet wurde der Tag auf der Ruine Kollmitz mit einem Festvortrag von G. Ulrich Großmann  zum Thema „Burgenforschung heute – Wege und Ergebnisse“. Abschließend luden die Veranstalter zum Abendempfang mit Brötchen und Getränken. Nach der Vereinsgründung am 13. September 1974 konnte aus der schwer zugänglichen und zunehmend im Verfall befindlichen Burgruine ein beliebtes und gern besuchtes Ausflugsziel entstehen.

Die heute unter Denkmalschutz stehende Burganlage wurde in unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt revitalisiert und im Bestand gesichert. Parallel dazu erfolgte eine wissenschaftliche In-Wert-Setzung durch begleitende bauhistorische Untersuchungen. Die Burgruine Kollmitz stellt hinsichtlich ihrer räumlichen Ausdehnung, ihrer burgenkundlichen Bedeutung sowie ihres reizvollen Erscheinungsbildes inmitten der Naturlandschaft des Thayatals ein herausragendes Beispiel des niederösterreichischen Burgenbaus dar. Anlässlich des 50–jährigen Bestandjubiläums des Vereins zur Erhaltung der Ruine Kollmitz widmete der Waldviertler Heimatbund der Geschichte von Kollmitz ein Schwerpunktheft in der von ihm herausgegebenen regionalkundlichen Zeitschrift „Das Waldviertel“ (Nr. 2/2024).

Jahreshauptversammlung mit Bestätigung des Vorstands

Am 28. April lud der Waldviertler Heimatbund (WHB) zu seiner alljährlichen Jahreshauptversammlung, die diesmal in Krems stattgefunden hat.

Präsident Thomas Winkelbauer berichtete über die zahlreichen Aktivitäten, darunter auch die Beteiligung an der Autobusexkursion der Regionalgruppe Österreich des Arbeitskreises für Hausforschung auf den Truppenübungsplatz Allentsteig.

Auch die Zeitschrift „Das Waldviertel“ erschien pünktlich vier Mal im Jahr.

Im Rahmen der Neuwahlen wurde der bisherige Vorstand einstimmig bestätigt und wiedergewählt.

Abgerundet wurde die Versammlung des Waldviertler Heimatbundes mit einer Führung durch das Stadtarchiv Krems durch Daniel Haberler-Maier, MA.

OStR Mag. Dr. Harald Hitz verstorben

Der Waldviertler Heimatbund hat die traurige Nachricht vom plötzlichen Ableben von OStR Mag. Dr. Harald Hitz erhalten. Er ist am 10. März 2024 verstorben.

Harald Hitz studierte Geschichte und Geographie in Wien und unterrichtete am Waidhofner Gymnasium. Er war langjähriger Leiter der Arbeitsgemeinschaft für Geographie und Wirtschaftskunde an den AHS Niederösterreichs und Mitautor zahlreicher Geographie- und Wirtschaftskunde-Lehrbücher für verschiedene Schularten. Hitz war Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich und Träger des Silbernen Ehrenzeichens des Heiligen Hippolyt.

Von 1991 bis 2020 war Harald Hitz Herausgeber der Schriftenreihe des Waldviertler Heimatbundes. Der erste Band, den Harald Hitz betreute, war dem legendären Räuber Johann Georg Grasel gewidmet. Zudem verfasste er zahlreiche Beiträge und Rezensionen.

Zum 70. Geburtstag wurde ihm vom Waldviertler Heimatbund eine Ausgabe der Zeitschrift „Das Waldviertel“ gewidmet.

Wir danken für seine ehrenamtliche Tätigkeit und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Zum Kondolenzbuch

Neues Heft „Das Waldviertel“ (1/2024) mit einem Leitartikel zu mittelhochdeutschen Texten aus dem Stift Zwettl

Charlotte Ziegler, langjährige Archivarin im Stift Zwettl, forscht intensiv zu mittelhochdeutschen Erec-Texten. Diese jahrelangen Forschungen erfolgten am reichlich vorhandenen Fotomaterial mittels moderner Methoden (Infrarot-, UV- und Foto-Aufnahmen). Ihre Forschungen ergaben, dass sich unterhalb des Erec-Textes ein buchkünstlerisch ausgestatteter Inhalt – insulare Kunst – aus der Zeit des Frühmittelalters befindet.

Mit einer Korrespondenz des Altenburger Benediktinerpaters Friedrich Endl beschäftigt sich die im August 2023 verstorbene Renate Seebauer. Sie fand im Nachlass der Wienbibliothek im Rathaus in der Druckschriftensammlung jenen der Schriftstellerin und Dichterin Marie Eugenie delle Grazie (1864-1931). Darin befanden sich Briefe von Friedrich Endl, die eine tiefe Seelenverwandtschaft der beiden erahnen lassen.

Im Gemeindegebiet Burgschleinitz befinden sich neben der Kirche mit dem Karner und der Wasserburg einige interessante Häuser. Heidrun Schorcht widmet sich in ihrem Beitrag der sogenannten „Putzerl-Villa“. Hier lebte Katharina Buchinger, die eines von mehreren Zimmermädchen und Pflegerin des kranken Hundes der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner war. Aus den Briefen geht auch hier eine innige Verbundenheit der beiden Frauen hervor.  

Die Wasserscheide bei Langschwarza stellt Josef Haidvogl vor. Sie ist Teil der europäischen Hauptwasserscheide, die die Gewässer der Nord- und Ostsee von jenen des Schwarzen Meeres trennt. Etliche Gedenksteine markieren den Verlaf der Wasserscheide auf ihrem 84 Kilometer langen Verlauf durch Niederösterreich in Richtung Elbe. 1971 wurde in Langschwarza ein solcher Gedenkstein enthüllt, der 2022 saniert werden musste.

Die Mediterranisierung schreitet voran. Mit dieser Überschrift leiten Alexander und Peter L. Reischütz ihren Artikel über das Einschleppen verschiedener Schnecken und Muscheln ein. Bei einer Begehung in Waidhofen an der Thaya wurde die kantige Laufschnecke (Hygromia Cinctella) erstmals auch im Waldviertel nachgewiesen.

Hermann Maurer beschreibt epipaläolithische Artefakte vom Horner Galgenberg. Darunter befindet sich auch eine Pfeilspitze, deren zeitliche Einordnung kaum mehr möglich ist. Im Nahbereich des Galgenbergs befanden sich sowohl eine frühneolithische Siedlungen als auch eine kupferzeitliche Siedlung. Es ist gut möglich, dass der Bogenschütze, der den Pfeil damals verschossen hat, aus einer dieser Siedlungen stammte.

In den Mitteilungen des WHB gedenken Nachrufe Herbert Knittler, Renate Seebauer und Bernhard Purin. Waldviertler Kulturberichte ergänzen das 96 Seiten starke Heft (1/2023).

Ein Heft der Zeitschrift „Das Waldviertel“ kostet 8 Euro. Ein Bezug ist über die Website möglich.

Frühjahresexkursion des Arbeitskreises für Hausforschung – Regionalgruppe Österreich in Kooperation mit dem Waldviertler Heimatbund in das UNESCOWelterbe „Kulturlandschaft Wachau“


Am Freitag, 26. und Samstag, 27. April 2024 fand die diesjährige Frühjahrsexkursion der wissenschaftlichen Forschungsgesellschaft „Arbeitskreis für Hausforschung – Regionalgruppe Österreich“ in Kooperation mit dem Waldviertler Heimatbund zum Thema „Mittelalterliche Kirchendächer in Schwallenbach, Maria Laach am Jauerling, Leiben und Melk“ statt. Das diesjährige Thema stand im Fokus mittelalterlicher Kirchendächer. Diesmal wurden am Samstag, im Rahmen einer Busexkursion, die (spät-)gotischen Kirchen und deren dendrochronologisch datierten Dachstühle in Schwallenbach (1414/1415d), Maria Laach am Jauerling (Chor: 1424d, Langhaus: 1499d bzw. 1521d), Leiben (1549d) und Melk (Chor: 1436d, Langhaus: 1474d) besichtigt. Auch in diesem Jahr wurde die Exkursion durch den zuständigen Referenten für baukulturelle Angelegenheiten im UNESCO-Welterbe, der Niederösterreichischen Baudirektion, Mag. Dr. Peter Aichinger-Rosenberger begleitet.

Am „Anreisetag“ am Freitag wurde ein vielseitiges Abendprogramm geboten. In Spitz erfolgte der Besuch des Schifffahrtsmuseums, in dessen Ausstellung auch der Bauholz- bzw. Floßholztransport auf der Donau thematisiert wird.

Weiters wurden im Rahmen eines Spazierganges der sogenannten Pastorenturm am ehemaligen evangelischen Friedhof und die Ruine der evangelischen Schlosskirche besichtigt.

Den Höhepunkt stellte eine Kurzführung im Schloss sowie die Besichtigung eines Teils des Spitzer Marktarchivs durch den ehrenamtlichen Spitzer Archivverantwortlichen Lucas Nunzer dar.

Mehr Informationen finden sie auf der Website des Arbeitskreis für Hausforschung – Regionalgruppe Österreich unter: www.ahf-oesterreich.at.

Stimmen zum Buch: Josef Höbarth (1891–1952): Fährtenleser im Waldviertel

Und verschlungen kontrovers sind auch die Korrespondenzen und die Annäherungs- oder Abgrenzungsversuche des Bundesdenkmalamtes damals wie heute in ähnlichen Fällen. Das Buch stellt somit auch ein Stück Institutionen- und Zeitgeschichte mit vorzüglicher Quellenbenutzung durch Distelberger dar. […] Das Buch ist da, es ist spannend zu lesen und gut zu benützen.

Bernhard Hebert

Höbarth mag vielleicht kein einfacher Zeitgenosse gewesen sein, doch wäre er in der heutigen Zeit mit ihrer im Umbruch befindlichen Forschungslandschaft durchaus gut aufgehoben, da sich viele Institutionen derzeit zu Bürgerbeteiligung und Citizen Science verpflichten und engagierten Laienforschern wie ihm enorm viele Kenntnisse zu verdanken haben.

Oliver Fries

Zugute zu halten ist Distelberger aber, dass er wie sein „Held“ Höbarth versucht, das breitgestreute Fundmaterial „interpretationsoffen“ für unterschiedliche Schlussfolgerungen darzubieten.

Thomas Soxberger

Das Buch ist um 34 Euro im Shop zu erwerben