Schriftenreihe des Waldviertler Heimatbundes
Herausgegeben von Harald Hitz

Bd. 50: Urbarialaufzeichnungen Herbert Knittler und Günter Schneider (Hg.), unter Mitarbeit von Herwig Weigl:
Urbarialaufzeichnungen der Weitraer Pfarrkirche aus dem 14. und frühen 15. Jahrhundert
Inhaltsübersicht
Bestellen
Bd. 49 Kristallviertel Fritz F. Steininger (Hg.):
Waldviertel - Kristallviertel. Die steinerne Schatzkammer Österreichs - Gesteine und Mineralien des Waldviertels
Schriftenreihe 49
Inhaltsübersicht
Bestellen
Bd. 48 - Maria Taferl Marlene Hawel:
Der „österreichische Myrrhrenberg“. Maria Taferl und seine Geschichte im 17. und 18. Jahrhundert
Schriftenreihe 48
Inhaltsübersicht
Bestellen
Bd. 47 - Wirtschaftsgeschichte Herbert Knittler (Hrsg.):
Wirtschaftsgeschichte des Waldviertels
Schriftenreihe 47
Inhaltsübersicht
Bestellen
Bd 46 - Diebe... Martin Scheutz und Thomas Winkelbauer (Hg.):
Diebe, Sodomiten und Wilderer? Waldviertler Gerichtsakten aus dem 18. Jahrhundert als Beitrag zur Sozialgeschichte
Schriftenreihe 46
Inhaltsübersicht
Bestellen
Bd. 45 - Biographien 2 H. Hitz - F. Pötscher - E. Rabl - Th. Winkelbauer (Hg.): Waldviertler Biographien - Band 2
Schriftenreihe 45
Inhaltsübersicht
Bestellen
Langenlois - Bd. 44 Peter Rauscher:
Langenlois - Eine jüdische Landgemeinde in Niederösterreich im Zeitalter des Dreißigjährigen Krieges
Schriftenreihe 44
Inhaltsübersicht
Bestellen
unter den verschollenen Barbara Stelzl-Marx (Hg.):
Unter den Verschollenen. Erinnerungen von Dmitrij Cirov an das Kriegsgefangenenlager Krems-Gneixendorf 1941 bis 1945
Schriftenreihe 43
Inhaltsübersicht
Bestellen
biographie
H. Hitz - F. Pötscher - E. Rabl - Th. Winkelbauer (Hg.): Waldviertler Biographien - Band 1
Schriftenreihe 42
Inhaltsübersicht
Bestellen
keller Rudolf Malli: Der Schatz im Keller



Schriftenreihe 41
Inhaltsübersicht
Bestellen
       
lebenslauf
Thomas Winkelbauer (Hg.): Vom Lebenslauf zur Biographie


Schriftenreihe 40
Inhaltsübersicht
Bestellen
erdgeschichte
Fritz F. Steininger (Hg.): Erdgeschichte des Waldviertels


Vergriffen
       
kontakte
Thomas Winkelbauer (Hg.): Kontakte und Konflikte


Schriftenreihe 36
Inhaltsübersicht
Bestellen
waidhofen45
Christoph Schadauer: Das Jahr 1945 im politischen Bezirk Waidhofen/Thaya

Schriftenreihe 35
Inhaltsübersicht
Bestellen
       
grasel
Harald Hitz (Hg.): Johann Georg Grasel



Schriftenreihe 34
Inhaltsübersicht
Bestellen
heimatforschung
Ulrike Kerschbaum / Erich Rabl (Hg.): Heimatforschung heute

Schriftenreihe 29
Inhaltsübersicht
Bestellen
       



Fritz F. Steininger (Hg.):
Waldviertel - Kristallviertel. Die steinerne Schatzkammer Österreichs - Gesteine und Mineralien des Waldviertels
Schriftenreihe des WHB, Band 49, 240 Seiten, illustriert € 25,-
ISBN 978-3-900708-23-8

Inhalt:
Hans-Peter S c h ö n l a u b: Am Anfang war das Waldviertel
Reinhard R o e t z e l: Dem aber, der die Sprache versteht, reden die Steine
Reinhard R o e t z e l: Die geologische Landesaufnahme im Waldviertel
Alois M a t u r a: Die Kristallingesteine im Untergrund des Waldviertels
Fritz F. S t e i n i n g e r und Reinhard R o e t z e l: Die Sedimentdecke auf dem Kristallinsockel des Waldviertels Simone und Peter H u b e r: Von Andreas Stütz bis heute – Die mineralogische Erforschung des Waldviertels
Michael A. G ö t z i n g e r: Mineralogie und Mineralvorkommen des Waldviertels
Andreas E r t l: Die Turmaline des Waldviertels
Gerald K n o b l o c h: Der Maissauer Amethyst und seine Waldviertler Artgenossen
Christian R i e d e l: Glanz und Schönheit – alte und neue Schmuckstein-Materialien aus dem Waldviertel
Andreas T h i n s c h m i d t: Systematische Übersicht der Mineralarten des Waldviertels
und Andreas T h i n s c h m i d t: Minerale und Gesteine des Waldviertels als Rohstoffe
Fritz F. S t e i n i n g e r, Michael A. G ö t z i n g e r, Alois M a t u r a und Reinhard
R o e t z e l: Die Leitgesteine des Waldviertels und seiner Nachbargebiete – ein Glossar
Fritz F. S t e i n i n g e r, Michael A. G ö t z i n g e r, Alois M a t u r a und Johannes T u z a r: Glossar
Internationale Geologische Zeittabelle und Geologische Zeittabellen für das Waldviertel Gesamtliteraturverzeichnis
Lieferbare geologische Karten des Waldviertels


Marlene Hawel:
Der „österreichische Myrrhrenberg“. Maria Taferl und seine Geschichte im 17. und 18. Jahrhundert

Schriftenreihe des WHB, Band 48, 176 Seiten, illustriert € 14,-
ISBN 978-3-900708-22-1

Das Buch befasst sich mit der Wallfahrtsgeschichte und den Mirakelbüchern des niederösterreichischen Ortes Maria Taferl.
Im ersten Teil dieser Arbeit wird die Entstehungsgeschichte vor dem Hintergrund der Rekatholisierung Niederösterreichs beleuchtet und der Bogen von den Anfängen der offiziellen Wallfahrt bis zur Blütezeit der Wallfahrtsbewegung Mitte des 18. Jahrhunderts und dem darauf einsetzenden Niedergang zur Zeit der Aufklärung gespannt.
Überzeugt von der Wunderkraft der Marienstatue des Gnadenortes Maria Taferl brachen Scharen von Pilgern mit ihren verschiedensten Anliegen zum Taferlberg auf, um an diesem Ort Gottes Hilfe zu erbitten oder für bereits vollzogene Wunder zu danken. Die Besonderheit und die wechselvolle Geschichte dieses Wallfahrtsortes sind Inhalt des vorliegenden Buches.
Obwohl die Wallfahrt in und nach Maria Taferl Mittelpunkt dieser Arbeit ist, sollte über den lokalen Rahmen hinaus ein Bezug zur barocken Frömmigkeitsgeschichte hergestellt und ein Einblick in die Praxis des barocken Wallfahrtskultes gegeben werden. Dazu dient insbesondere der zweite Teil, der die Auswertung und Analyse der Mirakelbücher zum Inhalt hat.

nach oben


Herbert Knittler (Herausgeber):
Wirtschaftsgeschichte des Waldviertels

Schriftenreihe des WHB, Band 47, 536 Seiten mit 62 SW- und Farb-Abb.,
21 Karten und Diagrammen, € 34,-
ISBN 978-3-900708-21-4


Markus Cerman
Mittelalterliche Grundlagen: Wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Wandel im Waldviertel bis zum frühen 16. Jahrhundert

Herbert Knittler
Agrarraum und Stadtraum. Ländliches und städtisches Wirtschaften im Waldviertel vom 16. bis zum beginnenden 19. Jahrhundert

Martin Bauer / Erich Landsteiner
Der Weinbau der Waldviertler

Andrea Komlosy
Vom Kleinraum zur Peripherie. Entwicklungsphasen
der wirtschaftlichen Abhängigkeit im 19. Jahrhundert

Peter Eigner
Entwicklung an der Grenze – begrenzte Entwicklung?
Die wirtschaftliche Entwicklung des Waldviertels im 20. Jahrhundert

Andreas Weigl
Ein misslungener demographischer Zwischenspurt:
Zur demographischen Entwicklung des Waldviertels von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart

nach oben


Martin Scheutz / Thomas Winkelbauer (Hg.):
Diebe, Sodomiten und Wilderer? Waldviertler Gerichtsakten aus dem 18. Jahrhundert als Beitrag zur Sozialgeschichte

Schriftenreihe des WHB, Band 46, 360 Seiten, illustriert € 24,-
ISBN 3-900708-20-7

Drei Handwerksgesellen zogen 1724 in der Nähe eines Kreuzweges bei Stockerau einen Kreis, stellten sich kurz vor Mitternacht in dessen Mitte und riefen „Teufel komm und bring’ uns Geld, wir wollen dir dafür unsere Seelen verschreiben!“ Eine verarmte Dienstmagd, die bereits mehrmals wegen Unzucht verurteilt worden war, tötete 1705 in der Nähe von Rastenberg aus Angst vor gänzlicher Verarmung, Furcht vor gerichtlicher Strafe und Angst vor der „Schande“ ihr neugeborenes Kind. Ein aus Großmotten stammender und wegen Sodomie verurteilter Galeerensträfling wandte sich 1727 aus Neapel brieflich an seinen Grundherrn um Hilfe. Diese und die anderen, in dem soeben erschienenen Band behandelten, äußerlich sehr unterschiedlichen Geschichten haben nur eines gemeinsam: Sie endeten alle vor Gericht bzw. sind nur durch die Aufzeichnungen eines Gerichtes, nämlich des gräflich Sinzendorfischen Landgerichts Gföhl-Jaidhof, überhaupt auf uns gekommen.
Die Lebensumstände der „kleinen Leute“ in der Frühen Neuzeit – der Handwerksgesellen, der umherziehenden Bettlerinnen und Bettler, der Dienstboten etc. – lassen sich nur mit Mühe rekonstruieren. Verschiedene Gerichtsakten aus dem Landgericht Gföhl dienen in dem Buch „Diebe, Sodomiten und Wilderer?“ deshalb als Sonde, um mehr über die Lebensgeschichte dieser häufig schriftunkundigen Frauen und Männer in Erfahrung zu bringen. Das Verhalten der Angeklagten vor Gericht, ihre Ängste und Hoffnungen stehen im Mittelpunkt der insgesamt zehn Falldarstellungen, die den „Eigen-Sinn“ der Menschen im 18. Jahrhundert vor dem Hintergrund ihre sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse anschaulich darzustellen suchen.

nach oben


Harald Hitz / Franz Pötscher / Erich Rabl / Thomas Winkelbauer (Hg.):
Waldviertler Biographien - Band 2

Schriftenreihe des WHB, Band 45, 376 Seiten, illustriert, € 28,-
ISBN 3-900708-19-3

Der zweite Band der Waldviertler Biographien, erschienen als Band 45 in der Schriftenreihe des Waldviertler Heimatbundes, enthält biographische Studien über sehr bekannte Waldviertler von überregionaler Bedeutung, etwa über Joachim Graf von und zu Windhag (von Walpurga Oppeker), den Landeshistoriker Karl Gutkas, den Komponisten Gottfried von Einem (beide Biographien von Friedrich Weissensteiner) oder den Künstler Johannes Fessl (von Isolde Kerndl).
Aber bei einem beachtlichen Teil der biographierten Personen handelt es sich um so genannte „kleine Leute“, deren Lebensläufe dafür oft mehr Einsicht in typische Lebenssituationen einer Region bieten als die Karrieren der bekannten Personen. So charakterisiert Gustav Reingrabner Elisabeth von Puchheim als adelige Frau und Stadtherrin von Horn; Burghard Gaspar, Fritz F. Steininger und Johann Tuzar stellen den Forscher und Sammler Candid Ponz, Reichsritter von Engelshofen, vor. Das Wirken des Kremser Stadtpfarrers Anton Kerschbaumer, der sich auch als Schriftsteller und Historiker betätigte, behandelt Helmut Engelbrecht.
Friedel Moll schreibt über den Lehrer und Heimatforscher Josef Traxler und die Fotografin Carolina Lux in Zwettl. Das Leben des Bibliothekars und Archivars P. Alois Wagner von Stift Zwettl beleuchtet Charlotte Ziegler. Roman Zehetmayer liefert eine Lebensskizze des Historikers und Urkundenforschers Hans Hirsch. Rudolf Ranninger war Landwirtschaftslehrer, Schuldirektor und Pflanzenzüchter; seine Biographie stammt aus der Feder von Franz Pötscher. Das politische Wirken der Bürgermeisterin Maria Kren von Groß-Siegharts bewertet Oliver Rathkolb. Rudolf Malli und Erich Rabl behandeln zwei Persönlichkeiten aus Horn. Der Piaristenrektor Raimund Edelmann war Seelsorger, Lehrer und Erzieher; Olga Camsky war Professorin, Konviktsdirektorin und Kommunalpolitikerin. Darüber hinaus werden noch Kaspar von Roggendorf (von Andreas Zajic), der Bildhauer Johann Schmidt (von Michael Grünwald), der Reichsratsabgeordnete Ignaz Kaiser (von Erich Broidl) und der evangelischer Pfarrer Max Monsky (von Gustav Reingrabner) behandelt.

nach oben


Peter Rauscher:
Langenlois - Eine jüdische Landgemeinde in Niederösterreich im Zeitalter des Dreißigjährigen Krieges
Schriftenreihe des WHB, Band 44, 2004, 184 Seiten, 10 Abbildungen, Preis 15,- €
ISBN 3-900708-18-5

Nicht nur das Leben in einer der größten jüdischen Landgemeinden Niederösterreichs wird in diesem Buch anhand der Quellen verständlich beschrieben, sondern auch die Situation der jüdischen Bevölkerung im östlichen Österreich im 17. Jahrhundert.

nach oben


Barbara Stelzl-Marx (Hg.):
Unter den Verschollenen. Erinnerungen von Dmitrij Cirov an das Kriegsgefangenenlager Krems-Gneixendorf 1941 bis 1945

Schriftenreihe des WHB, Band 43, 2003, 272 Seiten, 57 Abbildungen, Preis 22,- €
ISBN 3-900708-17-7

Die Erinnerungen des ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen Dmitrij Cirov gewähren einzigartige Einblick in das Stalag XVII B Krems-Gneixendorf, das größte Kriegsgefangenenlager der „Ostmark“. Aus einer Perspektive von unten werden der Lageralltag hinter Stacheldraht und der Arbeitseinsatz in den Arbeitskommandos Markersdorf, Persenbeug, Melk und insbesondere Gedersdorf beschrieben, wo der damals 20-jährige bei Weinbauern arbeitete. Minutiös schildert der heute in Kasachstan lebende Autor Kontakte zu ausländischen Zwangsarbeitern und zur Zivilbevölkerung, die rassisch-ideologisch motivierte Behandlung der sowjetischen Kriegsgefangenen im „Dritten Reich“, ihre latente Angst vor einer Bestrafung als „Vaterlandsverräter“ nach der Heimkehr in die Sowjetunion sowie Überlebensstrategien hinter Stacheldraht.
In der Einleitung widmet sich Barbara Stelzl-Marx, stv. Leiterin am Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung, dem historischen Kontext und der Entstehung der bisher einzigen (!) Autobiographie eines ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen auf österreichischem Boden.

nach oben

Harald Hitz - Franz Pötscher - Erich Rabl - Thomas Winkelbauer (Hg.):
Waldviertler Biographien - Band 1
erschienen 2001; 360 Seiten; Preis € 26,00 (Ausland € 34,00)
ISBN 3-900708-16-9

Das neue Buch "Waldviertler Biographien - 1.Band" (Verlag des WHB in Horn) ist ein informatives und reich illustriertes Lesebuch über 24 Persönlichkeiten, die im Waldviertel Bedeutendes geleistet haben bzw. im positiven oder im negativen Sinn im Licht der Öffentlichkeit gestanden sind. So findet man Artikel über die berühmten Maler Paul Troger oder Martin Johann Schmidt ("Kremser Schmidt"), aber auch über den Räuber Johann Georg Grasel und den Horner Stadtherrn Ferdinand Sigmund Graf Kurz. Bei vielen Biographien handelt es sich um relativ "kleine Leute", die zum ersten Mal eine Lebensdarstellung erhalten haben. Auch eigenwillige Persönlichkeiten wie der Gärtner und Büchernarr Rudolf Sattig aus Zwettl oder der Architekt Manfred Stein aus Kautzen werden porträtiert. Was die berufliche Gliederung betrifft, so enthält das neue Buch Biographien über sechs Geistliche, fünf Künstler und Wissenschaftler, vier Politiker, drei Unternehmer sowie je zwei Dichter und Architekten.

Inhalt:
Gustav R e i n g r a b n e r: Christoph Reuter (um 1520-1581). Evangelischer Schlossprediger auf der Rosenburg
Gustav R e i n g r a b n e r: Wolfgang (II.) von Hofkirchen (1555-1611). Schlossherr in Drösiedl und protestantischer Ständepolitiker
Arthur S t ö g m a n n: Ferdinand Sigmund Graf Kurz von Senftenau (1592-1659). Reichsvizekanzler und Stadtherr von Horn
Walter W i n k l e r: Friedrich Haßlinger (1672-1728). Ein Horner Barockbildhauer
Cornelia P l i e g e r: Paul Troger (1698-1762). Der Maler der Waldviertler Stifte
Elisabeth V a v r a: Martin Johann Schmidt, genannt "Kremser Schmidt" (1718-1801). Der letzte große Maler des österreichischen Barocks
Thomas R e n n e r: Honorius Burger (1788-1878). Ein Horner Bürger auf dem Altenburger Abtsthron
Harald H i t z: Johann Georg Grasel (1790-1818). Räuber und "Held"
Erich B r o i d l: Joseph Misson (1803-1875). Der Mundartdichter vom Manhartsberg
Karlheinz H u l k a: Anton Krejci (1842-1921). Der Gründer des Horner Villenviertels
Burghard G a s p a r: Johann Krahuletz (1848-1928). Heimatforscher und Museumsgründer
Charlotte Z i e g l e r: P. Benedikt Johann Hammerl (1862-1927). Bibliothekar und Archivar von Stift Zwettl
Franz P ö t s c h e r: Karl Schwarz (1865-1930). Gründer der Privatbrauerei Zwettl
Ralph A n d r a s c h e k - H o l z e r: Alphons Žák O.Praem. (1868-1931). Geistlicher und Geschichtsforscher
Gilbert Z i n s l e r: Julius Pergler (1868-1939). Ein Horner Apotheker im bürgerlichen Zeitalter
Eduard F ü h r e r (†): Thomas Leitner (1878-1948). Ein Maler der Waldviertler Landschaft
Thomas A i g n e r: Rupert Hauer (1880-1964). Priester und Heimatforscher
Werner N e u w i r t h: Leopold Schönbauer (1888-1963). Arzt, Universitätsprofessor und "Retter des Allgemeinen Krankenhauses" in Wien
Friedrich H e l l e r: Josef Pfandler (1900-1987). Dichter zwischen Göttern und Dämonen
Friedel M o l l: Rudolf Sattig (1903-1982). Gärtner und Büchernarr in Zwettl
Peter M ä h n e r: Hans Heinz Dum (1906-1986). Ein Waldviertler Nationalsozialist
Harald H u b a t s c h k e: Franz Leisser (1914-1984). Gymnasiallehrer, Waidhofner Bürgermeister, Waldviertler Politiker
Friedel M o l l: Hubert Anton (1921-1990). Rauchfangkehrer und Antiquitätenhändler in Zwettl
Niklas P e r z i: Manfred Stein (1940-1997). Architekt, Maler, Denker

nach oben

Rudolf Malli
Der Schatz im Keller. Zur Weinwirtschaft der Waldviertler Klöster
erschienen 2001; 304 Seiten; Sonderpreis € 4,00
ISBN 3-900708-15-0

Die ersten beiden Abschnitte über die „Klostergründungswelle“ im Waldviertel und die „(Kloster-) Grundherrschaft“ bieten einen Überblick über die Entstehung, Bestimmung und wirtschaftliche Absicherung der Klosterstiftungen. Sie dienen gleichsam dazu, den zentralen Untersuchungsgegenstand vorzubereiten. Breiter Raum wird dann der Auseinandersetzung mit der Entwicklung und Verbreitung des Weinbaus sowie der Weinbeschaffung der Stifte Altenburg, Eisgarn, Geras/Pernegg und Zwettl gewidmet, wobei der kaum zu überschätzende Beitrag der Klöster bei der Entstehung von „Weinlandschaften“ im österreichischen und altbayerischen Donauraum sowie in Südtirol hervorgehoben wird. Sodann spannt sich der Bogen von der Bearbeitung der Weingärten über den klösterlichen (Wein-)Kellerbau bis hin zur Kellerwirtschaft mit dem Weinausbau und der Vorratshaltung.
Bei der Diskussion des Problemkreises „Weinvermarktung“ geht es vor allem um die Analyse, durch welche Faktoren sich Weinkonsum und „Konjunkturen“ des Weines gegenseitig beeinflussten. Schließlich geht es im besonderen um den Verbrauch des „Klosterweines“.  In diesem Zusammenhang war auch auf die Stellung und Bedeutung des Bieres einzugehen, welches sich ja im Laufe der Neuzeit zum heftigsten Konkurrenten des Weines entwickelte.
Der zeitliche Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf dem Zeitraum 1650 bis 1800. Um jedoch langfristige konjunkturelle Veränderungen und Trends im Weinbau darstellen zu können, reicht der Blick zurück bis in die Zeit der Klostergründungen.
Wein war für die Waldviertler Klöster ein wahrer  „SCHATZ IM KELLER“! Ein Buch, das die Bedeutung des Weines für die Klöster umfassend aufzeigt!

nach oben

Thomas Winkelbauer (Hg.)
Vom Lebenslauf zur Biographie
erschienen 2000; 208 Seiten; Sonderpreis € 3,00
ISBN 3-900 708-14-2

In den sechs Beiträgen des 1997 erschienen Bandes geht es einerseits um Biographien, und zwar sowohl um "große", als selbstständige Bücher erschienene Biographien, als auch um Sammelbiographien und biographische Nachschlagewerke; andererseits werden Autobiographien und Selbstzeugnisse aus dem 16. bis 20. Jahrhundert behandelt. Das Buch bietet fundierte Informationen über die Geschichte der Biographik, über die Arbeit an biographischen Lexikas und über verschiedene Formen von Selbstzeugnissen (Tagebücher, Briefe, Autobiographien etc.) Es wendet sich sowohl an interessierte Laien, die gerne Biographien, Autobiographien und andere Selbstzeugnisse lesen, als auch an Wissenschaftler/-innen, die sich mit Selbstzeugnissen und "Ego-Dokumenten" befassen.

nach oben

Thomas Winkelbauer (Hg.)
Kontakte und Konflikte
erschienen 1993; 560 Seiten; Preis € 26,16
ISBN 3-900 708-10-X

Der Anfang Dezember 1993 erschienene Band geht auf das große, vom Waldviertler Heimatbund vom 24. bis 27. Oktober 1992 in Zwettl veranstaltete, unter dem Motto "Kontakte und Konflikte" stehende Symposium "Verbindendes und Trennendes an der Grenze III" zurück.
Das Buch vereint den größten Teil der von ausgewiesenen Spezialisten gehaltenen Referate der Zwettler Tagung und umspannt den gewaltigen Zeitraum vom 6. Jahrhundert bis zu den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts.
Von den insgesamt 47 Beiträgen zur Geschichte der böhmisch-mährisch-österreichischen Beziehungen seien nur einige wenige angeführt, um die Weite des behandelten Spektrums anzudeuten. Der Brünner Professor für Archäologie Bòrivoj Dostàl behandelt die Kulturkontakte im mährisch-böhmisch-niederösterreichischen Raum während des Frühmittelalters. Professor Ivan Hlavácek (Prag) thematisiert die kulturellen Kontakte zwischen den böhmischen und österreichischen Ländern im 15. Jahrhundert.
Dozent Jaroslav Pánek (Prag) resümiert Forschungsprobleme betreffend die Geschichte Böhmens, Mährens und Österreichs in der frühen Neuzeit. Dr. Jirí Koralka (Prag) gibt einen souveränen Überblick über Südböhmen und seine österreichischen Nachbarn im langen 19. Jahrhundert (1780 bis 1918). Der große Aufsatz von Professor Hanns Haas (Salzburg) ist dem leidvollen Thema "Die Zerstörung der Lebenseinheit 'Grenze' im 20. Jahrhundert gewidmet. Dr. Michael John (Linz) schreibt über Südböhmen und Oberösterreich in der Zeit des "Dritten Reichs". Dozent Oliver Rathkolb (Wien) schließlich behandelt das "schwierige Verhältnis" zwischen Österreich und der Tschechoslowakei in den Jahren 1945 bis 1950.

nach oben

Christoph Schadauer
Das Jahr 1945 im politischen Bezirk Waidhofen an der Thaya
2. Auflage 1994; 320 Seiten; Preis € 3,63
ISBN 3-900 708-09-6

Diese Arbeit wurde am über Anregung von Universitätsprofessor Dr. Karl Gutkas verfasst.
Dieser Band gibt eine gute Übersicht über die politischen und menschlichen Ereignisse des Jahres 1945 im Bezirk Waidhofen an der Thaya. Neben lebenden Augenzeugen wurden auch schriftliche Quellen, vor allem Schul-, Pfarr-, Gemeinde- bzw. Stadtchroniken verwendet um eine möglichst gute Darstellung des Jahres 1945 zu gewinnen. Es ergab sich aber die Schwierigkeit, dass in vielen dieser Chroniken über die Schlussphase des Zweiten Weltkrieges keine Aufzeichnungen vorliegen. Doch durch einige Ausnahmen, wie z.B. die Pfarrchronik von Thaya oder die "Lageberichte der Bezirkshauptmannschaft Waidhofen/Thaya an den provisorischen Landesausschuss für Niederösterreich in Wien" konnten viele genaue Informationen zur Auswertung der damaligen Verhältnisse erhalten werden.

nach oben

Harald Hitz (Hg.)
Johann Georg Grasel - Räuber ohne Grenzen
3., erweiterte Auflage 1999; 160 Seiten; Preis € 14,17
ISBN 3-900 708-08-8

Der Herausgeber des Bandes, Dr. Harald Hitz, schildert im Beitrag "Johann Georg Grasel - die Karriere eines Räubers" das aufregende Leben dieses größten Räubers des Waldviertels, der zu Unrecht als "edler Räuber" gilt und als solcher bereits zum Mythos geworden ist. Der Horner Museumsdirektor Dr. Erich Rabl beschreibt die Grasel-Sammlung des Höbarthmuseums und geht vor allem auf das Fortleben der Erinnerung an den "Räuberhauptmann" ein, die er bis ins Jahr 1999 auflistet, mit vielen Abbildungen dokumentiert und sogar auf einen geplanten "Grasel-Park" in Mörtersdorf eingeht. Der Eggenburger Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Brandstetter beleuchtet die strafrechtlichen Aspekte des Falles Grasel aus heutiger Sicht und zerpflückt kritisch die Prozessführung und die Urteile.

nach oben

Ulrike Kerschbaum / Erich Rabl (Hg.)
Heimatforschung heute
erschienen 1988; 196 Seiten; Preis € 7,27
ISBN 3-900 708-03-7

Mit dem Symposion "Heimatforschung - wie?", das vom 24. bis 26. Oktober 1987 in Horn stattfand, bewies der Waldviertler Heimatbund unter seinem stark verjüngten Vorstand seine zunehmende wissenschaftliche Aktivität und seine wachsende Bedeutung zur Belebung unserer Region. Bgm. Rauscher wies in seiner Eröffnungsrede darauf hin, dass in Horn seit Jahren keine Tagung von diesem wissenschaftlichen Rang stattgefunden hat. 
Prof. Dr. Erich Rabl, Präsident des Waldviertler Heimatbundes, begrüßte zehn auswärtige wissenschaftliche Referenten, die von den Horner Professoren Mag. Rudolf Malli, Mag. Werner Lang, Dr. Herbert Puschnik und Dr. Rabl ergänzt wurden, und mehr als 100 Teilnehmer im Gasthaus Blie, wo neue Aspekte der Orts- und Regionalgeschichte erörtert wurden. 
Die zahlreichen Heimatforscher, die meist die Geschichte ihres Heimatortes seit langem mit großem Fleiß aufarbeiten, wurden mit vielen neuen Methoden der Geschichtsforschung, der Volkskunde, der Statistik, der Soziologie und der Geografie bekanntgemacht. Die nunmehr wissenschaftlich anerkannte "mündliche Geschichtsforschung", das sind lebensgeschichtliche Interviews mit Zeitgenossen, kann zu einer neuen Darstellung der Geschichte eines Ortes während der letzten drei Generationen führen. 
Auch die zunehmende Erforschung der Alltagsgeschichte kann für die Heimatforschung von großer Bedeutung werden. Bei der etwas provokant formulierten Unterscheidung in veraltete Heimatforschung und moderne, umfassend interessierte Regionalgeschichte, wie Klaus-Dieter-Mulley formulierte, schieden sich dann die Geister. Doch selbst, wenn die Heimatforscher mit den Vertretern der universitären Forschung immer wieder um Anerkennung kämpfen müssen, können sie von deren neuen Erkenntnissen und Methoden doch auch für ihre eigene Arbeit profitieren. 

nach oben